Primarbereich Klasse 1-4

Grundprinzip

Alle SchülerInnen unserer Schule haben sonderpädagogischen Förderbedarf in dem Bereich der sozialen und emotionalen Entwicklung. Wir betrachten jedes Kind entsprechend seiner Individualität, ohne Vorurteile, mit den ihm eigenen Stärken und Schwächen.

Jedes Kind hat seine eigene Form des Lernens, daher gehen wir in der Unterrichtsgestaltung gezielt auf die einzelnen SchülerInnen und ihre Bedürfnisse ein.

Anspannungs- und Entspannungsphasen werden im gesunden Wechsel geplant.

Die Klassenräume werden mit den SchülerInnen so gestaltet, dass sie sich darin wohlfühlen und damit identifizieren können.

Leitziel

Ganzheitlich im handlungsorientierten Unterricht lernen. Dabei können die Kinder eigene Erfahrungen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihr Wissen und Können in den verschiedensten Lernbereichen einbringen und ihre Umwelt begreifen.

Individuelles oder gemeinschaftliches Tun, Phantasie und Kreativität werden gefördert.

"Lernen mit Kopf, Herz und Hand" (Pestalozzi)

 

Auf dem Weg zum Ziel setzen wir in unserer Arbeit auf folgende Schwerpunkte :

  1. die Selbstkompetenz
  2. die Sachkompetenz und
  3. die Sozialkompetenz der Kinder zu fördern. 

Das bedeutet, dass die Kinder Lernfreude und Vertrauen in ihre eigene Leistungsfähigkeit gewinnen und ihre Möglichkeiten ausschöpfen, andererseits aber auch ihre Grenzen lernen zu akzeptieren.

Dabei erwerben sie grundlegende Kenntnisse, Fähig- und Fertigkeiten, um in der zunehmend von Medien geprägten Lebenswirklichkeit entscheidungs- und handlungsfähig zu sein.

Die Kinder lernen, andere in ihrer Individualität zu achten.

Empathie, Rücksichtnahme und gegenseitige Wertschätzung sind dabei wesentliche Bereiche.

Dies schließt angemessene Verhaltensweisen gegenüber MitschülerInnen und Erwachsenen ein. Die Kinder werden angehalten selbstverantwortlich und freudbetont zu lernen, aber auch die Fähigkeit zu entwickeln kurzzeitig eigene Bedürfnisse im Interesse anderer zurück zustellen.

 

Unsere Schuleingangsphase

Aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen im Lernen und im Lernverhalten werden unsere Schüler in einer jahrgangsübergreifenden Lerngruppe von einem Fach- bzw. Klassenlehrer und einem Pädagogischen Mitarbeiter unterrichtet. Dadurch haben die Kinder die Möglichkeit, die Unterrichtsinhalte der 1. und 2. Klasse innerhalb von ein bis drei Jahren zu erlernen.

Eine Differenzierung durch Lehrer, pädagogische Mitarbeiter und Therapeuten ermöglicht eine integrative Beschulung lernbehinderter Schüler. Durch den Einsatz von Freiarbeitsmaterialien und Lernspielen sowie durch handlungsorientierten Unterricht wird das Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt und sie erhalten wieder Lust zu lernen.

Unser Bestreben ist es, durch einen ritualisierten Schulalltag und der individuellen Förderung innerhalb der kleinen Lerngruppe, die Schüler an ein höheres Lernniveau heranzuführen, um ihnen die Rückkehr an eine Regelschule zu ermöglichen.

Gestaltung der Klassenleiterstunde und der 1. Stunde

  1. Begrüßung
  2. Jedes Kind stellt auf eigenem Kalender das Datum ein
  3. Auspacken der Schulmaterialien
  4. Hausaufgabenheft und erledigte Hausaufgaben auf den Lehrertisch (Kontrolle der Hausaufgaben und Rückmeldung durch den Lehrer)
  5. gemeinsames Frühstück
  6. Gesprächsrunde zu Sorgen, Nöten oder schönen Erlebnissen
  7. Kinder waschen ab und räumen Tisch und Küche selbstständig auf
  8. gemeinsamer Toilettengang
  9. Stunde 2